
Der globale Arbeitsmarkt kämpft seit Beginn der Pandemie mit einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit. Um die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern, sind proaktive und ganzheitliche Maßnahmen von Führungskräften und Unternehmensleitern erforderlich.
In diesem Artikel befassen wir uns mit der stillen Pandemie der psychischen Belastung, die Arbeitnehmer weltweit betrifft. Erfahren Sie, warum die psychische Gesundheit entscheidend für den Unternehmenserfolg ist, und entdecken Sie konkrete Strategien, mit denen Führungskräfte das Wohlbefinden am Arbeitsplatz fördern können.
Untersuchungen zeigen, dass 42 % der Arbeitnehmer in Nordamerika und Europa seit 2020 eine Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit erlebt haben.
Die Pandemie hat die weltweite Belegschaft durch Stress, Angstzustände, zunehmendes Burnout und andere psychische Probleme stark belastet. Der Übergang zur Arbeit im Homeoffice hat zudem eine soziale Lücke geschaffen, durch die sich die Menschen isolierter fühlen als je zuvor.
Dieses neue Szenario hat dazu geführt, dass immer mehr Mitarbeiter eine bessere Unterstützung durch ihre Vorgesetzten und Unternehmensleiter fordern. Unternehmen müssen Teile ihrer Unternehmenskultur überdenken, um die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu verbessern.
Es ist an der Zeit, eine Kultur der verbesserten menschlichen Kommunikation mit optimierten Strategien, Richtlinien und Wellness-Programmen zu etablieren.

Sie haben wahrscheinlich schon von Absentismus gehört – aber Präsentismus? Was ist das?
Kurz gesagt ist es das Gegenteil von Absentismus und gleichzeitig so ziemlich dasselbe. Präsentismus tritt auf, wenn Menschen zur Arbeit gehen, während sie im Stillen mit gesundheitlichen Problemen kämpfen. Das Team ist zwar anwesend, aber nicht voll leistungsfähig.
Für Unternehmen kann Präsentismus die Produktivität jährlich Milliarden kosten. Das Problem ist, dass er viel schwerer zu erkennen und zu bewältigen ist. Im Gegensatz zum Absentismus (der sich dadurch äußert, dass jemand einfach nicht zur Arbeit erscheint), ist Präsentismus schwieriger zu bekämpfen.
Eine aktuelle McKinsey-Umfrage zeigt, dass 47 % der Arbeitnehmer sich wünschen, dass ihr Arbeitgeber mehr Wert auf das Wohlbefinden legt. Gleichzeitig schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass Depressionen und Angstzustände die Weltwirtschaft jährlich bis zu 1 Billion US-Dollar an Produktivitätsverlusten kosten.
Allein in den USA wird die schlechte psychische Gesundheit von Arbeitnehmern die Wirtschaft in diesem Jahr mehr als 47 Milliarden US-Dollar kosten!

Laut Gallupsind heute nur 24 % der Arbeitnehmer mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement ihres Unternehmens zufrieden. Diese Mitarbeiter suchen eher nach einem neuen Job oder laufen Gefahr, in Zukunft ein Burnout zu erleiden.
Es ist Zeit zu handeln. Lassen Sie uns gemeinsam eine stärkere Unternehmenskultur für das Wohlbefinden schaffen! Nachfolgend finden Sie einige Vorschläge für mögliche Maßnahmen.
Regelmäßige Abstimmungen mit dem Team sind heute wichtiger denn je. Dabei geht es nicht nur darum, den Projektfortschritt zu verfolgen. Da so viele Menschen im Homeoffice arbeiten, ist dies eine Möglichkeit, direkte Unterstützung zu bieten und auf individuelle Anliegen einzugehen.
In einer Studie der Harvard Business Review in Zusammenarbeit mit Qualtrics und SAP gaben fast 40 % der Befragten an, dass sich niemand aus dem Management nach ihrem Befinden erkundigt habe. Von diesen Befragten berichteten 38 %, dass sich ihre psychische Gesundheit seit Beginn der Pandemie verschlechtert habe.
Verbindung und Unterstützung sind entscheidende Faktoren für eine beständige Teamdynamik. Regelmäßige Check-ins sind ideal, um einen offenen Kommunikationskanal zwischen Ihnen und Ihren Teammitgliedern aufrechtzuerhalten – sei es, um sich auszutauschen oder um Probleme anzusprechen, mit denen Ihre Mitarbeiter möglicherweise zu kämpfen haben.
Das Hauptziel eines Mitarbeiterunterstützungsprogramms (EAP) ist die Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz. Diese Programme gehen Hand in Hand mit dem übergeordneten Ziel, eine unterstützende und produktive Arbeitskultur zu schaffen.
Hier sind einige Punkte, die Sie in ein EAP aufnehmen können:
Manche Mitarbeiter meiden dieses Angebot aus Angst vor Verurteilung. Deshalb ist es wichtig, auch Strategien zu integrieren, die die Nutzung von EAPs fördern. Der Schlüssel liegt darin, das Stigma abzubauen, das mit diesen Programmen verbunden ist.

Wellness-Programme bilden das Rückgrat jeder Unternehmenskultur – und sind eine hervorragende Ergänzung zu EAP-Programmen! Zudem ist das Gefühl, dass sich der Arbeitgeber um das eigene Wohlbefinden kümmert, ein wesentlicher Faktor für die Mitarbeiterbindung.
Körperliches und geistiges Wohlbefinden kann viele Formen annehmen, doch das Ziel bleibt meist dasselbe: Mitarbeitern zu einer gesunden Work-Life-Balance zu verhelfen. Dies kann alles umfassen, von firmenfinanzierten Fitnesskursen über 5-km-Läufe und Yoga am Arbeitsplatz bis hin zu einem Raum für mentale Gesundheit Geschenkgutscheinoder wöchentlichen geselligen Treffen.
Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Mitarbeiter nach ihren eigenen Ideen zum Thema Wohlbefinden zu fragen. Ermutigen Sie sie, bei der Gestaltung von Firmeninitiativen mitzuwirken. Das ist ein großartiger Weg, um das Team zu motivieren!
Anerkennung ist ein wirkungsvolles Instrument, um die Belegschaft stärker einzubinden. Sie steht zudem in direktem Zusammenhang mit dem psychischen Wohlbefinden am Arbeitsplatz!
Ein fundiertes Programm zur Mitarbeiteranerkennung kann maßgeblich dazu beitragen, das Wohlbefinden Ihrer Belegschaft zu verbessern. Eine aktuelle Studie der Harvard Business Review unterstrich den positiven Effekt, den Anerkennung auf das Energieniveau von Mitarbeitern hat. Die Wertschätzung der Leistungen Ihrer Teammitglieder kann sich enorm positiv auf Engagement und Motivation auswirken – was letztlich zu zufriedeneren Mitarbeitern führt!
Die Fokussierung auf Gesundheit am Arbeitsplatz ist für viele Unternehmen zu einer Schlüsselstrategie geworden. Sie kann zu deutlichen Verbesserungen bei Arbeitsmoral, Produktivität und Fluktuationsraten führen.
Eine gut umgesetzte Strategie kann zudem bei Problemen mit Fehlzeiten und hohen Gesundheitskosten helfen. Mit diesen Hinweisen sind Sie auf dem besten Weg, ein unterstützendes Arbeitsumfeld zu schaffen, das eine entscheidende Rolle für den Erfolg Ihres Unternehmens spielen wird!
Suchen Sie nach weiterer Inspiration für den Aufbau einer gesundheitsorientierten Unternehmenskultur? So beugen Sie Burnout im Unternehmen vor.

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